Bike Surf

SPOT ON: Bali – Trailsurfing im Wellenparadies

Bali ist einer meiner absoluten Lieblingsdestinationen, wenn es ums Surfen, gutes Essen und Yoga geht. Auch wenn es kitschig klingt, aber dieser besondere Ort hat mich von Anfang auf ganz unterschiedlichen Leveln nachhaltig geprägt. Dass ich bei meinem zweiten Aufenthalt vor ein paar Jahren auch noch ganz unverhofft zum Mountainbiken gekommen bin, hätte ich mir damals nicht gedacht. Doch dazu gleich mehr.

Ein Fest für die Sinne

Die tropische Schönheit hat einiges zu bieten. Ich liebe die wunderschöne Natur, die farbenfrohen Pflanzen und leckeren Früchte. Alleine dafür lohnt es sich schon, hier Zeit zu verbringen. Da macht es auch nichts, wenn man morgens bereits um 4:30 aufsteht, um ein paar gute Wellen zu erwischen. Draußen ist es um die Uhrzeit natürlich noch dunkel, dafür aber angenehm warm und die Vögel zwitschern bereits ihr Morgenlied. Unter der Outdoor-Dusche lauscht man den Geräuschen und freut sich auf den Tag. Es liegt immer ein leicht rauchiger Geruch in der Luft. Irgendwo klingeln ein paar Glöckchen. Aus einem der Nachbarhäuser kommt leise meditativ anmutende Musik. Es ist Zeit für ein bisschen Yoga – genau das Richtige zum Aufwachen. Dann noch ein Early Bird Frühstück  und auf geht es zum Surfspot. Surfen am frühen Morgen ist aus mehreren Gründen einfach super. Zum einen brennt die Sonne noch nicht so extrem. Zum anderen sind weniger Leute unterwegs und man hat noch den ganzen Tag vor sich. Nach dem Surfen freut man sich dann schon aufs große Frühstück. Ausgepowered, glücklich und mit Salz auf der Haut schmeckt es einfach doppelt so gut. Das ist im Chillhouse wirklich gut gelöst und der perfekte Start in den Tag.

 

surfers watching the waves and sunset at echo beach in bali

 

Finding your passion

Auch wenn man auf Bali sehr oft die perfekten Wellen findet, gibt es durchaus auch mal Flauten. Im Normalfall sorgt sowas für schlechte Stimmung. Zurückblickend war es aber das Beste, was mir hätte passieren können. Es gab für ein paar Tage keine gescheite Wellen, also habe ich mich nach anderen Aktivitäten umgeschaut. Glücklicherweise hatte unsere Unterkunft gerade ein paar Mountainbikes auf die Insel gebracht. Und neben dem Surfguiding, gab es nun auch Mountainbike Touren im Programm.

Die Touren hörten sich vielversprechend an, also wollte ich das auch mal ausprobieren. Ich war ein bisschen nervös als ich sah, was ich trotz der hohen Luftfeuchtigkeit so alles anziehen sollte. Aha, man braucht also Protektoren…wenn es bei der Hitze nötig ist, das alles anzuziehen, konnte es ja nur abenteuerlich werden. Das hatte wohl nicht so viel mit dem Mountainbiken zu tun, das ich von früher her kannte. Als erstes ging es auf den ‘Freeride Trail’ und damit den ersten Ride mit einem Fully. Mein Hardtail zu Hause konnte da auf jeden Fall nicht mithalten…

 

shuttle van with bikes strapped to back door

 

Sandpisten und Regenwald

Was dann kam, war wirklich wahnsinnig cool. Per Shuttle ging es ins Landesinnere von Bali – genau genommen in Richtung Vulkankrater des Mount Batur. Der Trail selbst verlief durch kleine Dörfer, vorbei an endlosen Reisfeldern und durch Regenwald. Ich war überrascht wie landschaftlich vielseitig die Gegend war. Die Trails gingen über Waldboden und längere Sandpisten und steile Abhänge. Mir wurde schnell klar, was es hieß, hier Mountainbike zu fahren. Genauso hatte ich mir das bei meinen halbgaren Versuchen mit dem Hardtail immer vorgestellt. Genau so! Wahnsinn!

 

mountain bike lying in front of a rice field

 

Auch der erste Kontakt mit tiefen Sand auf Rädern war ein Erlebnis. Als Kind hat man ja bereits gelernt, dass Fahrrad fahren auf Sand einiges an Geschicklichkeit und Balance erfordert. Und, dass man da in den Kurven nicht unbedingt bremsen sollte. Ein paar Narben am Knie erinnern noch an diverse Turbulenzen. Aber der rote Sand auf steilen Teilstücken war dann doch noch einmal etwas anderes. Was macht man, wenn bremsen nicht gerade die beste Wahl ist. Ruhe behalten und durch. Woah!

Der nächste Tag lief ähnlich ab – wieder eine neue Umgebung und wieder neue Eindrücke. Mir war klar, dass ich das in der nächsten Saison unbedingt zu Hause ausprobieren musste. Der Anfang war gemacht. Bali – it was a pleasure! Ich denke gerne an die Zeit zurück und bin sehr dankbar, dass ich diese ganzen Erfahrungen machen dürfte.

Und…das Abenteuer – ging danach erst richtig los!

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