Bike

Im Team funkt’s besser

Was für ein Wochenende! Im Velochicks Team ging es dieses Mal zur Singletrail Schnitzeljagd und dem Bikeopening nach Sölden. Ich schaue zurück auf ein paar spannende Tage und bin mal wieder um einige Erfahrungen reicher geworden. Unter anderem um die Erkenntnis, dass man auch die einfachsten Spielereien mit einer gewissen Konzentration angehen sollte. Sonst kann es durchaus ziemlich schmerzhaft werden. Aber gut, das soll jetzt nicht das Thema sein. 

Der Enduro Team Spirit

Mir geht es heute um das Miteinander bei solchen Events. Um das gemeinsame Erlebnis und den Team Spirit. Die Schnitzeljagd ist eine super Möglichkeit, schöne Trails zu fahren und gemeinsam etwas zu erleben. Beim “ultimativen Teambewerb für Enduro-Biker” steht  vor allem der Spaß am Trail im Vordergrund. Es ist kein klassisches Rennen, sondern eher ein Abenteuer durch die Bike Republic. Dabei kann man ganz bewusst mitgestalten. Bei der Wahl der Route, der Zusammensetzung des Teams und dem anvisierten Ziel.

Eine Strategie zahlt sich aus

Man erhält eine Karte der Region, auf welcher Checkpoints und Missionsstationen eingezeichnet sind. Durch die dort zu bewältigenden Team-Aufgaben bekommt das Ganze einen spielerischen Charakter. In welcher Reihenfolge man die Stationen anfährt, bleibt einem selbst überlassen. So lernt man in eigener Regie und freier Wegewahl die lokalen Trails besser kennen und wird ein bisschen in die Kindheit zurück versetzt. Das Preisgeld in Form eines goldenen Riesenschnitzels geht übrigens nicht an die Schnellsten. Es wird dem Team verliehen, das am Nähesten an der Mittelzeit dran ist. 

Die Startplätze für die Schnitzeljagd sind heiß begehrt und waren auch in diesem Jahr innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Wir hatten uns das Datum fett im Kalender angestrichen, um auf jeden Fall einen Platz ergattern zu können. Die erste Challenge war also bereits im Februar geschafft und wir konnten uns glücklich schätzen, dieses Mal gleich mit zwei Teams (Frauen & Gemischt) an den Start gehen zu können. Es war von Anfang an klar, dass wir die Tour teamübergreifend anpacken würden. Wie sich herausstellte keine schlechte Strategie. Acht Augen sehen nun einmal mehr als vier, sonst hätte ein Teil von uns den Checkpoint auf der Ohn Line in unserem Flow fast verpasst. Glück gehabt! Und durch die lautstarke Aufforderung zum Anhalten, haben gleich noch ein paar andere Teams profitiert.

Ohne Stress, aber zügig

Generell war es so, dass man durch die strategische Planung einiges an Zeit gut machen konnte. Unsere Strategie war durchaus noch ausbaufähig, aber für’s erste in Ordnung. Es war zumindest nicht nötig, die Trails so schnell wie möglich runter zu brettern. Trödeln konnten wir aber auch nicht, da es eine Ausschlusszeit gab. Wir hatten uns daher für den Mittelweg entschieden. Ohne Stress, aber zügig fahren – mit Gondelunterstützung. Mit dem Ergebnis und dem Holzpokal sind wir durchaus zufrieden. Ich finde, die Schnitzeljagd war wirklich ein ziemlich gelungenes Event. Es könnte ruhig mehrere solcher Gelegenheiten geben.

Ach ja, unterwegs hatten wir noch kurzzeitig Kontakt mit der Spezies ‘übermotivierte Einzelgänger im Race-Modus’, die sich wohl irgendwie verirrt hatten. Der Rest des Teams hat uns da dann doch etwas leid getan. Das hat alles ziemlich verkrampft und weniger spaßig gewirkt. Eventuell dürfte das Konzept nicht ganz klar gewesen sein. Da gibt es wirklich andere Events um sich wettkampftechnisch auszutoben. 

singletrail schnitzeljagd winner 2018 - velochicks team on 3rd place

Team Fair Play am Trail

Aber gut, das ist wahrscheinlich auch eine Typsache. Selbst bei Rennen, bei denen der Leistungsdruck größer und die Zeit wichtiger ist, hat das mit dem Team-Fair-Play eigentlich immer gut funktioniert. Vielleicht habe ich da mit meinen Mitstreitern auch einfach ein bisschen Glück gehabt. Es gab bisher immer jemanden, mit dem man den gleichen Rhythmus, Geschwindigkeit oder Strategie geteilt hat. Da kommt man schnell ins Gespräch. Es bilden sich ‘Fahrgemeinschaften’ und man motiviert sich gegenseitig. Besonders wichtig, wenn man sich gemeinsam durch anstrengende Transfers bis zur nächsten Stage quält. Oder auch hilfreich, wenn man sich gegenseitig beim Start in die Stage anfeuert. Dadurch wird das Ganze doch erst zu etwas Besonderem. Am Ende liegt es einfach auch ein bisschen an einem selbst. Sprich – wie ernst man das Ganze (und sich selber) nimmt.

Ein paar motivierende Worte hier und da, haben aber wahrscheinlich noch niemandem geschadet. Und gemeinsam geht einfach vieles besser. Oder wie war das – “denn nur zusammen ist man nicht allein”?

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